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STRESS = Absterben von Hirnzellen - Neubildung möglich?

Im Hippocampus (Hirnstruktur) fließen Informationen verschiedener sensorischer

Systeme zusammen, die verarbeitet und

von dort zumCortex zurückgesandt werden. Damit ist er enorm wichtig für die

Gedächtniskonsolidierung, also die Überführung vonGedächtnisinhalten aus dem

Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis. Menschen, bei denen beide Hippocampi entfernt oder zerstört

wurden, können keine neuen Erinnerungen formen und weisen somit eine anterograde Amnesie auf.

Alte Erinnerungen bleiben jedoch meist erhalten. Der Hippocampus wird somit als Struktur gesehen,

die Erinnerungen generiert, während dieGedächtnisinhalte an verschiedenen anderen Stellen in der

Großhirnrinde gespeichert werden.

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse erbrachten nun, dass durch STRESS Hippocampuszellen

absterbenkönnen. Aber: bei Erholung (zum Beispiel durch Entspannungs/ Ruhephasen,

Stressreduktion im Alltag usw.- stressreduzierter Lebensweise) können neue Hippocampuszellen

nachgebildet werden.

 Dieses Wissen darüber ist neu. Laut Experten ist Stress das, was wir dafür halten.

Was sind Psychosomatische und somatoforme Erkrankungen?

Unter Psychosomatischen Erkrankungen im engeren Sinne werden Erkrankungen verstanden, bei denen organische

bzw. Gewebsschädigungen aufzufinden sind. Psychische oder soziale Faktoren beeinflussen die Entstehung, den Verlauf

oder die Folgen der Erkrankung deutlich mit. Im Gegensatz dazu liegen bei so genannten funktionellen körperlichen

Störungen (somatoformen Störungen) trotz sorgfältiger fachärztlicher Abklärung keine oder kaum nachweisbare

Organbefunde vor. Welche Krankheitsbilder als psychosomatisch im engeren Sinne aufgefasst werden, ist unter

Fachleuten umstritten. Viele psychische Störungen weisen körperliche Folgeschädigungen auf, z. B. Anorexie oder

Alkoholismus.

Im engeren Sinne werden folgende Krankheitsbilder als Psychosomatische Erkrankungen angesehen: Am häufigsten

vertreten ist das starke Übergewicht (Adipositas), gefolgt von Asthma, entzündlichen Darmerkrankungen,

bestimmten Arten von Geschwüren sowie dauerhaftem Bluthochdruck. Andere Erkrankungen wie Ohrengeräusche

(Tinnitus),Migräne oder bestimmte Hauterkrankungen stehen ebenso häufig in Wechselwirkung mit psychosozialen

Faktoren. "Somatoforme Störungen" ist eine Diagnose, die in der Bevölkerung bislang noch wenig bekannt ist.

Andere Bezeichnungen, die dieses Störungsbild umschreiben, sind "funktionelle Beschwerden", "psychovegetative

Dystonie", "Reizdarm","chronisches Erschöpfungssyndrom", "funktionelle Rückenschmerzen" oder auch "Fibromyalgie".

Patienten mit somatoformen Störungen haben auf ihrem Weg der medizinischen Abklärung ihrer Beschwerden

möglicherweise wiederholt zu hören bekommen: "Ihnen fehlt nichts". Sie verstehen nicht, warum kein Arzt "etwas findet",

denn die Symptomesind ja tatsächlich vorhanden und werden von den Betroffenen oft sehr belastend erlebt,

zumal sie häufig mit zunehmenden Einschränkungen im Alltag und im Berufsleben einhergehen. Die regelmäßige

Einnahme von Schmerzmittelnkann zu ernsthaften Nebenwirkungen, manchmal auch zu einer Medikamentenabhängigkeit

führen. Nicht selten treten in derFolge auch noch zusätzliche Beeinträchtigungen durch depressive Verstimmungen

oder Ängste auf. Viele Betroffene haben somit bereitseinen langen Krankheitsund Leidensweg hinter sich, bevor sie

erstmalig überhaupt psychosomatisch abgeklärt und behandelt werden.

Psychotherapie Praxis Prenzlauer Berg

Dipl.-Psych.Rönsch

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